Die Dortmunder Systemiker bei Denkerprise®

Die Arbeitsgruppe der Dortmunder Systemiker wurde im März 2018 gegründet und ist Teil eines Netzwerkes für die gemeinsame Weiterentwicklung und Arbeit für systemisch konstruktivistisches Coaching im privaten, organisatorischen und therapeutischen Umfeld. Alle Mitglieder sind zertifizierte Coaches für systemisch konstruktivistisches Arbeiten, ausgebildet an der Paracelsus Heilpraktikerschule in Dortmund.

Die Arbeit der Gruppe konzentriert sich auf die folgenden fünf Punkte:

  • Wertschätzung, Empathie und Kongruenz im Rahmen nondirektiver klientenzentrierter Gesprächsführung
  • Erhöhung von Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung von Klienten auf ihrem Weg zur Aktualisierung und Selbstverwirklichung
  • Verbindung von systemischen, humanistischen, therapeutischen und philosophischen Elementen im Rahmen der systemischen Arbeit
  • Situationsangemessener Einsatz der Elemente sowohl im privaten wie auch im organisatorischen Umfeld, im Beratungs- als auch therapeutischen Umfeld
  • Anwendbarkeit der Elemente sowohl bei Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen als auch Erwachsenen

Konstruktivistisch systemisches Coaching ist nicht nur ein Handwerk, sondern auch eine Kunst. Spezifische Kundenanliegen müssen erfasst und der Situation angemessen in einen einzigartigen Beratungs-, Reflexions- bzw. therapeutischen Prozess überführt werden. Hierzu kommen nicht nur elementare Verfahren des systemischen Arbeitens, sondern insbesondere Verfahren zum Einsatz, die auch in den humanistischen Therapieverfahren verwendet werden. Hierzu gehören Aufstellungsarbeiten, Rollenspiele genauso wie sokratische Dialogführung und die Behandlung von philosophischen Fragestellungen.

Systemiker fragen nicht „was ist die Ursache für das Verhalten einer Organisation, eines Teams oder Person“, sondern „was hält das System aufrecht, sodass die erkannte Problematik bestehen bleibt?“. Das heißt aus Ursachenanalyse wird zielorientiertes Handeln.

Konstruktivisten gehen auf die Wirklichkeitskonstruktion eines jeden Individuums ein. Jeder Mitarbeiter einer Organisation hat seine eigene Wirklichkeitskonstruktion, sein Bild von der Welt, seine persönliche Landkarte. Warum ist das so? Die Welt ist komplex und um der Komplexität erfolgreich zu begegnen werden Modelle entworfen, wird abstrahiert, wird somit Information von Desinformation getrennt. Es wird selektiert. Dies tut jeder Mensch aufgrund seiner Gene, Erziehung und Erfahrung, und zwar jeder Mensch anders.

Folgerung 1:

Da jeder Mensch eine andere Vorstellung von der Welt hat, hat jeder auch seine eigene Wahrheit. Es gibt somit keine globale Wahrheit, es gibt nur Brauchbarkeit. Diese Form der Brauchbarkeit wird durch geistigen Austausch, d. h. durch Kommunikation miteinander erreicht. Es entsteht Verständnis. Mehr noch, mit Hilfe der unterschiedlichen Ansichten von Welt und damit unterschiedlicher Perspektiven auf die Dinge der Welt kann auf Ideen und Vorstellungen anderer aufgebaut werden und neues geschaffen werden. Wir nennen dies Synergie. Synergie ist das, was uns als Organisation nach vorne bringt und erfolgreich macht.

Folgerung 2:

Durch die unterschiedlichen Vorstellungen von der Welt hat auch jeder Mensch eine andere Vorstellungen von Zufriedenheit, Glück und Selbstverwirklichung. Das geht einher mit der Tatsache, dass Menschen basierend auf ihren Erfahren Orientierung suchen, Orientierung an ihren eigenen Bedürfnissen. Diese Orientierung drückt sich nach Maslow in Sicherheit, Zugehörigkeit, Individualität und Sinnstiftung aus. Und jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, auf die Menschen aus dem engen Sozialumfeld eingehen sollten.

Folgerung 3:

Das bedeutet, dass die vermeintliche „Motivation von Mitarbeitern“ nicht so ganz einfach ist. Aufgrund der Orientierung an den eigenen Bedürfnissen und nicht denen der Organisation bedarf es die Notwendigkeit der Organisation Angebote auszulegen, sodass diese mit der Erfüllung der eigenen Bedürfnisse der Mitarbeiter einhergehen. Die Mitarbeiter werden somit nicht motiviert, sondern vielmehr erfüllen sich die Mitarbeiter mit den ausgelegten Angeboten der Organisation ihre eigenen Bedürfnisse. Damit ist das „massieren“ von Mitarbeitern im Sinne des „motivierens“ von Mitarbeitern nur solange möglich, bis die persönliche Kosten-Nutzen-Relation des Mitarbeiters hinfällig wird und er nach Alternativen sucht, seine Bedürfnisse auf anderem Weg zu erfüllen, z. B. durch Kündigung.

Im Rahmen der Dortmunder Arbeitsgruppe für systemisch konstruktivistisches Arbeiten werden die psychologischen Aspekte von Verhalten von Menschen in Systemen untersucht. Formate aus dem systemisch konstruktivistischen Coaching, wie z. B. sokratischer Dialog, Perspektivwechsel, Rollentausch, sokratischer Dialog werden auf Brauchbarkeit und Einsatz in Organisationen im Rahmen von Change Management Maßnahmen untersucht und weiterentwickelt.

Das Netzwerk ist somit eine Ideale Ergänzung, um Organisationen im Umgang mit den Mitarbeitern und vice versa Mitarbeiter im Umgang mit der Organisation zu unterstützen. Dies erfolgt bei Coaching, Supervisionen, Mediation, kreativ agilen Arbeitsformaten, kreativ agilen Workshops, Scrum, angestrebten Kulturwechseln und Changes, als auch kommunikationspsychologische Trainings für Product Owner, Scrum Master, Projektleiter und Führungskräfte. Speziell für CEOs bieten wir auch ein 4-Augen-Training hierfür an, um gerade in Verhandlungssituationen, Kundengesprächen und in Führungskreisen noch besser aufgestellt zu sein für Win-Win-Situation, eben für die Herstellung von Synergie.

Hierfür steht Denkerprise®, die Denker Enterprise, das Institut für kreativ agiles Arbeiten & Change Management und die Arbeitsgruppe der Dortmunder Systemiker.

Dr. Knut Menzel, Co-Founder
Bert Rother (B.A.), Co-Founder

Denkerprise®, Die Denker-Enterprise
Institut für kreativ agiles Arbeiten & Change Management